Check-in, Check-out und Abrechnung nach Ist-Zeit
Für: Fachkräfte · Betriebe · Privatpersonen
Abgerechnet wird nach der tatsächlich geleisteten Zeit: Die Fachkraft checkt vor Ort ein und aus, reicht die Ist-Zeit ein, und der Auftraggeber bestätigt sie.
Auf einen Blick
- Wer eincheckt: nur die Fachkraft, je Einsatztag frühestens 30 Minuten vor Beginn und bis 4 Stunden danach.
- Was zählt: die tatsächlich geleistete Zeit, minutengenau – nicht die geplante.
- Wer bestätigt: der Auftraggeber, also der Betrieb oder die Privatperson. Reagiert er nicht innerhalb von 48 Stunden, gilt die Ist-Zeit als bestätigt.
Am Einsatztag: Check-in und Check-out
Die Fachkraft checkt vor Ort ein und nach der Arbeit wieder aus. Das geht je Einsatztag frühestens 30 Minuten vor Beginn und bis 4 Stunden danach. Die Zeiten werden festgehalten, weil die tatsächliche Dauer die Abrechnung bestimmt.
Sendet das Gerät dabei einen Standort mit, sieht ihn nur die Fachkraft. Der Auftraggeber erfährt nur die Uhrzeit.
Die Ist-Zeit einreichen
- Die Fachkraft reicht die Ist-Zeit für jeden Einsatztag ein: Beginn, Ende und Pause.
- Die Anfahrt trägt sie höchstens in der Höhe aus ihren Konditionen ein, bei einem Ticket mit Beleg.
- Sunworker erinnert sie 2 Stunden nach Tagesende daran, die Zeit einzureichen.
- Der Auftraggeber prüft die Angaben und bestätigt oder beanstandet sie.
Achtung: Der Auftraggeber hat 48 Stunden, um die Ist-Zeit zu bestätigen oder zu beanstanden. Reagiert er nicht, gilt sie als bestätigt – darauf weist Sunworker bei der Einreichung ausdrücklich hin. Betriebe werden nach 24 und nach 44 Stunden erinnert.
Die Ist-Zeit bestätigen oder beanstanden
Stimmen die Angaben, bestätigt der Auftraggeber sie. Stimmt etwas nicht, beanstandet er sie: mit einer Kategorie (Zeiten, Pause, Anfahrt oder Sonstiges), einer Begründung von mindestens 10 Zeichen und auf Wunsch einem Gegenvorschlag. Die Zeiten selbst ändert der Auftraggeber nie.
- Wenn die Fachkraft den Vorschlag annimmt
- Der Tag ist damit bestätigt.
- Wenn sie mit korrigierten Zeiten neu einreicht
- Die 48 Stunden für die Prüfung beginnen von vorn.
- Wenn ihr euch nicht einigt
- Die Fachkraft kann einen Streitfall eröffnen. Sunworker stellt dann die Zeiten anhand von Check-in, Check-out und Nachrichten fest. Mehr dazu unter Streitfälle klären.
So wird abgerechnet
Die Vergütung ist der Stundensatz der Fachkraft mal die tatsächlich geleistete Zeit, minutengenau, zuzüglich vereinbarter Zuschläge und Anfahrt. Bei einem Festpreis zählt der vereinbarte Betrag. Den Stundensatz legt allein die Fachkraft fest.
Zuschläge sind nur geschuldet, wenn sie vereinbart sind. Treffen mehrere zu, gilt nur der höchste; sie werden nicht addiert.
- Nachtarbeit (23–6 Uhr)
- + 25 %
- Sonntag
- + 50 %
- Gesetzlicher Feiertag
- + 100 %
Geschuldet ist ein Zuschlag nur, wenn er vereinbart ist. Treffen mehrere zu, gilt nur der höchste – sie werden nicht addiert. Einzelheiten stehen in den AGB.
Ein Einsatztag darf höchstens 16 Stunden dauern, die Pause bis zu 240 Minuten. Was sonst in den Preis einfließt, steht unter Preise.
Besondere Fälle
Check-out vergessen
Sunworker trägt 6 Stunden nach Tagesende die geplante Zeit ein. Die tatsächliche Zeit reicht die Fachkraft trotzdem selbst ein.
Länger oder kürzer gearbeitet als geplant
Einen eigenen Antrag braucht es nicht: Die Fachkraft trägt die tatsächliche Zeit ein. Nach der Bestätigung wird ein Mehrbetrag auf dieselbe Zahlungsmethode nachbelastet, ein Minderbetrag erstattet. Beim Festpreis entfällt beides.
Geteilter Dienst oder früher beendet
Ein geteilter Dienst wird als zwei Blöcke eingetragen. Endet der Einsatz früher als geplant, vermerkt die Fachkraft das bei der Ist-Zeit.
Einsatz über mehrere Tage
Die Ist-Zeit wird für jeden Tag einzeln eingereicht und bestätigt. Das Clearing beginnt erst, wenn alle Tage bestätigt sind.
Wenn alle Tage bestätigt sind
Dann schließt sich der Einsatz automatisch ab. Danach entstehen die Rechnung und die Möglichkeit zu bewerten. Nach dem Clearing von 72 Stunden wird ausgezahlt, sobald die Rechnung vorliegt. Wie das Geld bis dahin geschützt ist, steht unter Treuhand und sichere Zahlung.
Häufige Fragen
Sieht der Auftraggeber meinen Standort?
Nein. Sendet dein Gerät beim Check-in oder Check-out einen Standort mit, siehst nur du ihn. Der Auftraggeber erfährt nur die Uhrzeit.
Was passiert, wenn der Auftraggeber meine Zeiten nicht prüft?
Nach 48 Stunden ohne Reaktion gilt deine Ist-Zeit als bestätigt.
Brauche ich für Mehrstunden einen Antrag?
Nein. Du trägst die tatsächliche Zeit ein. Wird sie bestätigt, wird der Mehrbetrag nachbelastet und minutengenau abgerechnet.
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