Selbstständigkeit statt Zeitarbeit
Für: Betriebe · Fachkräfte
Sunworker vermittelt selbstständige Fachkräfte und verleiht niemanden: Die Fachkraft setzt ihren Stundensatz selbst, entscheidet über jede Anfrage einzeln und bekommt von Sunworker keine Weisungen.
Auf einen Blick
- Was Sunworker ist: ein Vermittler. Sunworker betreibt keine Arbeitnehmerüberlassung, vermittelt nicht in Arbeitsverhältnisse und beschäftigt oder überlässt keine Fachkräfte.
- Was die Fachkraft ist: selbstständig. Sie handelt im eigenen Namen, auf eigene Rechnung und in eigener Verantwortung.
- Warum es wichtig ist: Wird aus einem Einsatz verdeckte Zeitarbeit, treffen die Folgen zuerst den Betrieb.
Was die Fachkraft selbst entscheidet
- Sie legt ihren Stundensatz selbst fest.
- Sie nimmt Anfragen frei an oder lehnt sie ab.
- Sie bestimmt ihre Verfügbarkeit selbst.
- Sie kann für beliebig viele Auftraggeber arbeiten, auch außerhalb der Plattform.
- Ablehnen oder Nichtbeantworten schadet weder ihrer Stufe noch ihrer Position in der Suche.
Sunworker erteilt keine Weisungen zu Zeit, Ort oder Art der Leistung.
Was ein Auftraggeber vorgeben darf
Der Auftraggeber beschreibt die Leistung und stimmt ab, was vor Ort nötig ist. Wie die Fachkraft die Leistung erbringt, entscheidet sie selbst. Darüber hinaus gibt es keine Weisungen.
| Thema | In Ordnung | Nicht in Ordnung |
|---|---|---|
| Leistung | das Ergebnis beschreiben: Anlass, Menü, Gästezahl, Zeitrahmen | kleinteilige Vorgaben zum Ablauf |
| Vor Ort | den Posten nennen, eine Einweisung geben, auf Hygiene-, Sicherheits- und Hausregeln hinweisen, Zugang regeln | Anwesenheitspflichten außerhalb des Einsatzes |
| Zeit | Tag, Beginn und Ende des Einsatzes festlegen | Dienstpläne über Wochen, Urlaubsfreigaben, Eingliederung in die Organisation des Betriebs |
| Anfragen | mehrere Einsätze, wenn jeder einzeln angefragt und zugesagt wird | feste Dienstpläne statt Einzelanfragen, eine Pflicht zur Annahme |
| Stundensatz | Den Stundensatz legt die Fachkraft fest. | Vorgaben zum Stundensatz oder Nachverhandeln im Chat |
Mehrmals beim selben Betrieb
Mehrmals beim selben Betrieb zu arbeiten ist normal und erwünscht – solange jeder Einsatz einzeln angefragt und abgerechnet wird. Wer dieselbe Person regelmäßig für feste Dienstpläne braucht, braucht eine Anstellung; dafür ist Sunworker nicht gedacht.
Auch beim Geld getrennt
- Die Rechnung über den Einsatz geht von der Fachkraft an den Auftraggeber.
- Die Fachkraft kann Sunworker beauftragen, die Rechnung in ihrem Namen und für ihre Rechnung zu erstellen (Rechnung durch Dritte), oder eine eigene hochladen. Ausstellerin bleibt immer die Fachkraft. Rechnung zum Einsatz
- Sunworker berechnet nur die Provision (an die Fachkraft) bzw. die Servicegebühr (an den Betrieb).
- Steuern und Sozialabgaben führt die Fachkraft selbst ab; Sunworker führt für sie weder Lohnsteuer noch Sozialabgaben ab.
Was das für Betriebe heißt
Vermittlung statt Zeitarbeit heißt für den Betrieb: keine Überlassungshöchstdauer und kein Anspruch auf gleiche Bezahlung wie bei Zeitarbeit – aber auch keine Befugnis, über den Einsatz hinaus Weisungen zu erteilen.
Achtung: Die Folgen verdeckter Zeitarbeit treffen zuerst den Betrieb: Nachzahlung der Sozialabgaben für den gesamten Zeitraum, Bußgeld und ein Arbeitsverhältnis kraft Gesetzes.
Warnzeichen
- feste Dienstpläne statt einzelner Anfragen
- Weisungen, die über die vereinbarte Leistung hinausgehen
- Eingliederung in die Organisation des Betriebs
- Vorgaben zum Stundensatz
- dieselbe Person Woche für Woche in gleicher Funktion
Sunworker erkennt solche Muster über Meldungen, auffällige Buchungsfolgen oder Nachrichten im Einsatz. Ein Profil, das über längere Zeit nur für einen einzigen Betrieb arbeitet, ist ein Warnsignal, dem Sunworker nachgeht.
Wenn ein Betrieb mehr verlangt
- Weisungen über das Vereinbarte hinaus musst du nicht befolgen.
- Sprich den Betrieb sachlich darauf an.
- Lehne Anfragen ab, die auf einen Dienstplan hinauslaufen.
- Melde das Verhalten: Nachrichten und Profile direkt über „Melden“, alles andere – etwa Weisungen vor Ort – per E-Mail an kontakt@sunworker.eu. Verstöße melden – und was danach passiert
Was passiert danach?
- Nach einer Meldung
- Ein Mensch prüft. Niemand wird allein aufgrund einer Meldung automatisch gesperrt.
- Wenn sich der Verdacht auf verdeckte Zeitarbeit bestätigt
- Die beteiligten Konten werden gesperrt und offene Beträge bis zur Klärung angehalten – bei einem schwerwiegenden Verstoß auch ohne vorherige Abmahnung.
- Wenn du eine Maßnahme für falsch hältst
- Du kannst dich innerhalb von 6 Monaten kostenlos beschweren; ein Mensch prüft erneut. Kontosperrung und Einspruch
Wer über den Status entscheidet
Sunworker prüft nicht, ob eine Tätigkeit sozialversicherungsrechtlich selbstständig ist. Die Einordnung im Einzelfall trifft die Deutsche Rentenversicherung; ein Statusfeststellungsverfahren ist möglich. Mehr dazu in den häufigen Fragen.
Häufige Fragen
Darf ich öfter für denselben Betrieb arbeiten?
Ja. Das ist normal und erwünscht, solange jeder Einsatz einzeln angefragt, zugesagt und abgerechnet wird.
Darf ich auch außerhalb von Sunworker arbeiten?
Ja, du kannst für beliebig viele Auftraggeber arbeiten und dich überall sonst anbieten. Nur mit einem Betrieb, den du über Sunworker kennengelernt hast, vereinbarst du bis 12 Monate nach dem letzten Kontakt keine Einsätze an der Plattform vorbei. Kontakt und Zahlung außerhalb der Plattform
Schadet es mir, wenn ich Anfragen ablehne?
Nein. Ablehnen oder Nichtbeantworten schadet weder deiner Stufe noch deiner Position in der Suche.
Darf ein Betrieb meinen Stundensatz vorgeben?
Nein. Den Stundensatz legst du selbst fest. Vorgaben zum Stundensatz oder ein Nachverhandeln im Chat sind nicht in Ordnung.
War dieser Beitrag hilfreich?
Diese Seite erklärt, sie ist keine Rechts- oder Steuerberatung. Maßgeblich sind die AGB.